Die Stadtverwaltung hat auf eine Anfrage der Freien Wähler-Gemeinschaft zur Einrichtung von mehr „Park and Ride“-Parkplätzen in Mainz geantwortet. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende, Kurt Mehler:

„Seit mehr als drei Jahren weisen wir die Stadtverwaltung darauf hin, weitere Park-and Ride-Konzepte für Mainz zu prüfen. Die Antwort auf unsere neuerliche Anfrage kommt einem Offenbarungseid gleich. Gerade einmal 125 Stellplätze, verteilt auf nur zwei P+R-Flächen stehen überhaupt zur Verfügung.

Dabei beweist nicht nur die rege Nutzung der Hechtsheimer Stellfläche, dass die Bürger die Kombination von Parken und Umsteigen sehr praktisch finden. Auch eine neue Online-Umfrage im Zusammenhang mit dem Masterplan M3 hat ergeben: Die Bürger befürworten den Ausbau von Park+Ride deutlich stärker als den Ausbau des Fahrrad-Mietsystems ,MeinRad’.“

Mehler kündigt an, er werde in der kommenden Stadtratssitzung nachfragen, denn außer unverbindlichen Ankündigungen durch die Stadtverwaltung passiert zu wenig. Einen konkreten Zeitplan gebe es nicht. Derweil rückt das Dieselfahrverbot immer näher und Verkehrsdezernentin Eder bleibt im wahrsten Sinne nur auf einer Schiene, anstatt mehr-gleisig zu fahren. Nicht jeder wohnt an einer Bahn- oder Buslinie. Den Individualverkehr daher komplett aus der Stadt zu verbannen, ist ideologisch einseitig und aufwändig für viele Mainzer. Es müsse mehr Möglichkeiten geben, vor der Stadt zu parken und von dort aus mit einem praktischen, direkten ÖPNV-Anschluss in die Innenstadt zu fahren.“

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