Fraktionschef Kurt Mehler ist sich sicher: Die Rathaussanierung wird entweder sehr teuer oder sie bleibt ein Stückwerk. Daher unterstützt er die Überlegungen von Finanzdezernent Beck, hier eine Kostenobergrenze festzuschreiben. Denn klar sei für Mehler auch: „Die Wunschliste reicht von der Sanierung der Tiefgarage, der Trockenlegung der Kellergeschosse über die Öffnung des Jockel-Fuchs-Platzes bis hin zur energetischen und technischen Sanierung.“ Daher sei schon für die Planungsphase eine Vorfestlegung auf das unbedingt Notwendige sinnvoll. Gleichwohl bleibe unverständlich, warum sich Beck und die Ampelfraktionen gegen eine Prüfung von Alternativstandorten wehren.

Jeder Laie könne erkennen, dass der Arne-Jacobsen-Bau in den Augen vieler Bürger nicht nur hässlich sondern auch ein Millionengrab sei. Wenn Beck schon jetzt, ohne konkrete Zahlen zu kennen, den CDU-Vorschlag aus Kostengründen ablehne, sei klar: Es geht in Zukunft nur noch darum, die Sanierungskosten des Rathauses „schönzurechnen“.

Für den Fraktionsvorsitzenden der „Freien Wähler-Gemeinschaft“ ist es bezeichnend, dass die Verschuldung der Stadt nicht nur im Haushalt sondern auch bei den stadtnahen Betrieben inzwischen astronomische Höhen erreicht hat. Die Fraktion FW-G verfolge daher mit einem zukünftigen Antrag auch das Ziel, die Kosten der Klärschlammverbrennungsanlage – rund 36 Mio. Euro – in der Höhe festzuschreiben.