Wie in den letzten Tagen durch die Allgemeine Zeitung bekannt wurde, will Oberbürgermeister Ebling eine externe Beratungsfirma mit dem Baustellenmanagement der Stadt beauftragen. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler – Gemeinschaft, Claus Berndroth:

„Jetzt muss plötzlich alles schnell gehen beim Mainzer Baustellenmanagement. Noch im Oktober schmetterte die Rechtsabteilung der Verwaltung den Antrag meiner Fraktion ab, eine zentrale Koordinationsstelle für alle Straßenbaustellen in Mainz zu schaffen. Begründung: Dies griffe in die Organisationshoheit des Oberbürgermeisters ein.

Der versucht jetzt nachzubessern und legt städtische Aufgaben ausgerechnet in die Hände einer externen Beratungsfirma. Das ist die denkbar schlechteste Lösung. Die zusätzliche Stelle im Stadtplanungsamt hätte außerdem viel früher installiert werden können, wenn unser Antrag ernsthaft gehört worden wäre. Wir plädieren schon die ganze Zeit dafür: Zukunftsfähig ist nur eine dauerhafte Koordination aus städtischer Hand.

Was im hingegen Moment passiert, ist eine Privatisierung öffentlicher Aufgaben aus einem Mangel an weitsichtiger Planung. Das schluckt Geld und Transparenz. In der Organisationshoheit des OB mag das liegen. Mit Organisationstalent hat das nichts zu tun.“

Hintergrund:

In der Stadtratssitzung vom 4. Oktober 2016 wurde der Antrag der FW-G „Neuschaffung einer zentralen Koordinationsstelle für alle Straßenbaustellen in Mainz“ abgelehnt. Den Antrag finden hier

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