Morgen wird Baudezernentin Marianne Grosse in einer Bürgerveranstaltung über die Pläne der Stadt zur Erweiterung des Gutenberg-Museums informieren. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Stadtratsfraktion Freien Wähler-Gemeinschaft (FW-G), Claus Berndroth:

„Viel Schein, wenig Substanz – das muss wohl die Devise der Stadtverwaltung sein, so strikt wie sie an den Plänen für den Bücherturm festhält. Dabei ist dieser Bau teuer, widerspricht den Grundsätzen des Denkmalschutzes und konterkariert die eigentlichen Zielsetzungen, die das Gutenberg-Museum mit dem Modernisierungsvorhaben erreichen will, nämlich vor allem eine Erweiterung der Ausstellungsflächen. Ein sich nach oben verjüngender Turm, bei dem unnötige Flächen und Kosten allein dafür verbraucht werden, Treppen, Aufzüge und Flure dafür zu bauen, dass im Obergeschoss kaum noch Platz für Exponate bleibt – das steht einfach nicht im Verhältnis.

Diese Einwände sind schon lange bekannt. Doch Baudezernentin Grosse lässt wirkliche Kritik nicht zu. Sonst wäre die sogenannte Baukommission, die dieses Vorhaben planerisch begleiten soll, nicht als reine Abnickveranstaltung konzipiert. Der Entwurf sei beschlossen und im Wesentlichen nicht mehr veränderbar, hieß es in der ersten Sitzung.

Meine Fraktion bleibt dabei: Wir fordern einen besseren Blick, gerade für das Wesentliche. Angemessene Kosten-Nutzen-Kalkulationen haben Vorrang vor der Befriedigung eines Prestige-Bedürfnisses.“

 

Claus Berndroth

Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER – Gemeinschaft